Die Kernbuche ist eine Buche, die einen Farbkern hat. Dieser ist fakultativ, bildet sich aber in der Regel in einem Alter von 100 bis 150 Jahren aus. Aufgrund dieses Farbkernes ist die Struktur von Kernbuchen- bzw. Rotkernbuchenholz lebhafter als die Struktur der normalen Buche. Für Möbel, die aus Kernbuchenholz gefertigt werden, wird also häufig ausschließlich das Kernholz verwendet. Es hat eine rote (hellrote bis braunrote) Färbung, während das Splintholz hell und unauffällig gemasert ist.
Für die Möbelproduktion kommen also nur sehr alte Bäume und dann auch nur etwa 10–30 Prozent des Stammes infrage. Das Rotkernbuchenholz, welches lange Zeit als unschön galt, wird in den letzten Jahren wieder häufiger eingesetzt – vor allem auch im Massivholzbereich. Hier wird der Rotkern nicht als Qualitätsnachteil betrachtet, sondern die lebhafte Struktur bewusst hervorgehoben. Einige Anbieter haben sich auf Massivholzmöbel spezialisiert und bieten neben Möbeln aus Rotkernbuchenholz auch Nussbaum- und Eichenholzmöbel an. Die steigende Nachfrage und die limitierenden Faktoren (Alter der Bäume und Umfang des Rotkerns) haben dazu geführt, dass das Holz, welches in der Vergangenheit sehr günstig war, im Preis deutlich zugelegt hat. Generell sind Massivholzmöbel eher hochpreisig. Für einen Esstisch (Maße: 100 x 200 Zentimeter) aus Kernbuchenholz zahlt man in spezialisierten Online-Shops etwa zwischen 1.000 und 1.500 Euro.
Typische Massivholzmöbel sind Tische und Stühle, aber auch Bettgestelle, Schränke und Regale werden aus Massivholz hergestellt. Um die Ursprünglichkeit des Werkstoffes zu unterstreichen, werden diese Möbel häufig auch nur mit natürlichen Schutzmitteln, wie zum Beispiel Pflanzenöl, behandelt.
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